Glück in der Liebe, Erfolg im Job und ein erfülltes Leben – das wünschen sich wohl alle von uns. Doch warum scheinen manche Menschen all das mit Leichtigkeit zu erreichen, während andere wiederum ihr Leben lang damit struggeln? Der Schlüssel zu Glück, Erfolg und Erfüllung wird bereits in der Kindheit gelegt, darüber sind sich Experten einig. In unserem Blogbeitrag erklären wir, weshalb ein gesunder Selbstwert grundlegend für das gesamte weitere Leben ist und wie Sie Ihre Kinder in ihrem Selbstwertgefühl stärken.

Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

Bevor wir uns näher mit der Definition des Selbstwertgefühls auseinandersetzen, ein kurzer Exkurs: Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Kinder und Jugendliche lernen voneinander und sind auf den Kontakt mit Gleichaltrigen angewiesen. Die so wichtigen Kontakte für Kinder wurden in den vergangenen zwei Jahren jedoch massiv eingeschränkt. Im Distance Learning sind viele Kinder und Jugendliche zudem auf sich selbst gestellt, wodurch der Leistungsdruck noch weiter zugenommen hat.

Die Pandemie hat die Lebensumstände vieler Kinder verschlechtert – doch bereits zuvor litten fast 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland an einer psychischen Störung wie z.B. Depressionen, Ängsten, ADHS oder Essstörungen. Das Fatale daran: Wer als Kind oder Jugendlicher bereits unter psychischen Problemen gelitten hat, hat auch im Erwachsenenalter ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen. Es gibt jedoch Schutzfaktoren, die das Auftreten einer psychischen Erkrankung verhindern können. Zu diesen Schutzfaktoren zählt beispielsweise unser Selbstwertgefühl.

Was ist das Selbstwertgefühl und warum spielt es eine so wichtige Rolle?

Der wichtigste Baustein für ein erfülltes und glückliches Leben ist das Selbstwertgefühl. Doch was genau versteht man unter dem Selbstwert eigentlich? Der Selbstwert ist die Bewertung von uns selbst mit all unseren Fähigkeiten und Eigenschaften. Wer über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, nimmt sich selbst so an, wie er ist – mit allen Stärken und vor allem auch Schwächen. Ein Mensch mit positivem Selbstwertgefühl, verzeiht sich seine Schwächen und Fehler und empfindet sich stets als wertvoll – selbst wenn mal etwas daneben geht.

Wer ein gutes Selbstwertgefühl aufweist, beurteilt sich nicht anhand seiner Fehler oder Leistungen.

Das Selbstwertgefühl darf jedoch nicht mit Selbstvertrauen verwechselt werden. Kinder können zum Beispiel Selbstvertrauen in gewissen Situationen aufweisen, aber dennoch unter einem geringen Selbstwertgefühl leiden. Das umgekehrte Szenario ist ebenfalls möglich: Ein Kind kann beispielsweise wenig Selbstvertrauen im Schulfach Mathe haben, ohne dass der eigene Selbstwert davon betroffen ist. Sie nehmen sich dann trotz Schwächen in Mathematik als liebenswert und wertvoll wahr.

Lesetipp! Selbstliebe  – auch sehr wichtig!

Warum das Umfeld einen so großen Einfluss auf unser Selbstwertgefühl ausübt

Wer jetzt denkt, das Selbstwertgefühl sei angeboren und wird nicht durch äußere Faktoren beeinflusst, täuscht sich: Anhand von Zwillingsstudien konnten Forscher feststellen, dass lediglich 30 Prozent unseres Selbstwertgefühls genetisch bedingt sind. Einen viel größeren Einfluss auf unser Selbstwertgefühl haben Eltern, Lehrer und Freunde – sprich unser soziales Umfeld.

Die Entwicklung eines gesunden Selbstwertes hängt also vorwiegend von unseren Erfahrungen sowie den Rückmeldungen von anderen ab. Der Vergleich mit anderen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Als Elternteil können Sie einiges tun, um das Selbstwertgefühl Ihres Kindes nachhaltig zu stärken. Wir zeigen Ihnen nun die besten Strategien im Erziehungsalltag, die ihr Kind stark und selbstbewusst machen.

Das können Eltern tun, um den Selbstwert ihrer Kinder zu stärken

1. Die eigenen negativen Glaubenssätze hinterfragen

Kinder lernen am Modell. Das bedeutet, dass Kinder andere Personen und deren Verhaltensweisen beobachten und anschließend imitieren. Für Ihr Kind sind Sie das wichtigste Lernmodell – an Ihnen und Ihren Verhaltensweisen orientiert sich Ihr kleiner Schatz. Deshalb ist es umso wichtiger, eigene negative Glaubenssätze aus der Vergangenheit zu entlarven, loszulassen und das eigene Selbstwertgefühl zu stärken.

Eine ängstliche Mutter oder ängstlicher Vater mit negativem Selbstwert gibt diese Eigenschaften meist weiter, wenn diese nicht hinterfragt werden. Deshalb ist es als Mutter oder Vater umso wichtiger, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten, um ein gutes Vorbild sein zu können. Sie können Ihrem Liebling nur das vermitteln, was Sie selbst besitzen.

2. Kindliche Gefühle und Gedanken ernst nehmen

Geben Sie Ihrem Liebling Raum für seine Gefühle und Gedanken. Dazu gehört auch das Anerkennen von belastenden Gefühlen. Über negative Gefühle hinweggehen oder diese kleinreden, schadet dem Selbstwert von Kindern. Viel besser ist es, allen Gefühlen Raum zu geben – auch der Trauer und ebenso der Wut. So entwickelt das Kind nämlich einen guten Zugang zu den eigenen Gefühlen. Die Psychologie weiß bereits länger, dass ein guter Zugang zu den eigenen Gefühlen, das Selbstwertgefühl stärkt und uns gleichzeitig vor psychischen Erkrankungen schützt.

Selbstwert stärken bei Kindern .. ein wichtiger Punkt:

3. Kinder richtig loben

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass sowohl seine Stärken als auch seine Schwächen liebenswert sind. Unterstützen Sie Ihr Kind z.B. mit Lob, wenn es an Dinge herangeht, in denen es (noch) nicht so talentiert ist. Das bestärkt das Kind in seinen Fähigkeiten. Kinder sollten nicht ausschließlich in dem bestärkt werden, was sie gut können, da dies zu Versagensängsten führen könnte. Loben Sie Ihr Kind für Mut, Neugierde und Interesse – ganz egal ob ein bestimmtes Talent vorhanden ist oder nicht. Doch Vorsicht: Überschütten Sie Ihr Kind nicht mit Lob. Das könnte die Eigenmotivation zerstören und zu Selbstüberschätzung führen. Das Lob lieber gezielt einsetzen.

Selbstwert stärken bei Kinden – weitere 4 Tipps

4. Gestaltungs- und Entscheidungsfreiräume lassen

Lassen Sie Ihrem Kind Raum für eine freie Entwicklung und Selbstentfaltung. Wenn Kinder ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Abneigungen ausdrücken dürfen, entwickeln sie ein gutes Gefühl für sich selbst. Gleichzeitig wird die Selbstständigkeit des Kindes gefördert. Geben Sie Ihrem Kind außerdem verschiedene Wahlmöglichkeiten und Entscheidungsfreiräume: So entwickeln sie ein Bewusstsein dafür, was sie wirklich wollen und wer sie wirklich sind.

5. Emotionale Wärme

Umarmungen, Streichel- und Knuddeleinheiten oder der Satz „Ich hab dich lieb“, dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen. Kinder haben ein Bedürfnis nach Nähe und Bindung. Sie sehnen sich nach Zuneigung und wollen geliebt werden. Erst wenn ihr Bindungsbedürfnis gestillt wird, entwickeln sie ein gesundes Selbstwertgefühl und ein Bedürfnis nach Autonomie.

6. Überwachen Sie schulische Aufgaben nicht zu streng

Lassen Sie Ihr Kind nur machen. Wer schulische Aufgaben zu streng überwacht, ständig eingreift und Fehler korrigieren will, der gefährdet die Selbstständigkeit des Kindes. Geben Sie Ihrem Kind stattdessen zu verstehen: „Ich bin in der Nähe, wenn du mich brauchst.“ Gehen Sie dann z.B. einfach in den Nebenraum – wenn das Kind Ihre Hilfe benötigt, kommt es von alleine. So lernt es gleichzeitig, bei Überforderung nach Hilfe zu fragen.

Zum Schluss, Punkt 7

7. Etablieren Sie eine positive Fehlerkultur

Gerade in Deutschland ist die positive Fehlerkultur noch nicht so stark verbreitet in den USA. Für Fehler oder ein vermeintliches „Versagen“ schämen sich selbst Erwachsene oft noch. Die Folge: Fehler werden vor dem Chef verheimlicht oder man gesteht sich diese selbst nicht ein. Noch schlimmer wird es, wenn wir plötzlich alles vermeiden, worin wir Fehler machen könnten. Eine gesunde Weiterentwicklung ist dann kaum noch möglich. Spiegeln Sie Ihrem Kind, dass Fehler vollkommen in Ordnung sind und das sie sich nicht dafür schämen müssen. Kinder lernen aus Fehlern und wachsen an ihnen.

Bild: pixabay.com

Mein ganz persönlicher Tipp:

Kinderhoroskop

Kinderhoroskop durch moderne Astrologie ein wertvoller Impulsgeber

Kinder sind unverwechselbare Persönlichkeiten auf der Suche nach ihrem eigenen Weg. Die Deutungstexte von diesem Kinderhoroskop beschreiben daher diesen Weg, so dass ein Kind besser verstanden und auf seinem Weg begleitet werden kann. Sie tragen demzufolge zum Verständnis bei, wenn ein Kind sich gemäß seinem Naturell zum Ausdruck bringt und Eigenschaften zeigt, die die Eltern persönlich nicht so hochschätzen. Wenn das Kind auch diejenigen Seiten seines Wesens entfalten darf, die außerhalb ihrer eigenen Zielvorstellungen liegen, kann es zu einem eigenständigen Menschen heranwachsen. Ca. 17 – 22 Seiten.

Details zum Kinderhoroskop:

  • Für die Eltern
  • Wie das Kind sich zeigt sowie
  • wichtige Charakterzüge
  • Die gefühlvolle Seite und ebenso
  • wie das Kind denkt, lernt und kommuniziert
  • Herausforderungen in der Entwicklung
  • Wie das Kind lernt, Verantwortung zu übernehmen und
  • wie das Kind neue Erfahrungen sammelt

4 Bewertungen für Kinderhoroskop

  1. Katharina K.

    Bin völlig perplex, was man über seine Zwerge erfährt. Toll finde ich die psychologischen Empfehlungen, die echt hilfreich sind, sein Kind zu fördern.

  2. Ina

    Liebe Martina,

    vielen lieben Dank für die Horoskope. Einfach unfassbar, wie diese genau unsere Mäuse widerspiegeln. Das ist einfach faszinierend und für mich fast unerklärbar. Aber unglaublich schön zu sehen, welche Potentiale in ihnen schlummern, wenn man sie fördert. Und auch schön zu sehen, dass wir schon einiges erkannt haben und bereits entsprechend stützen.
    Vielen lieben Dank.

  3. Lessy M.

    Irgendwie spooky, soviel über sein Kind zu erfahren – aber sowas von hilfreich. Kann ich nur empfehlen.

  4. Leonie Ch.

    Sooo süss und toll geschrieben. Ich musste bei einigen Herausforderungen mit meiner Tochter auflachen und konnte sie besser verstehen. Hätte nie gedacht, dass es so stimmig sein kann.

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