Themen-Rubrik Life Coaching & Business Coaching: Wie können wir andere Menschen lenken und leiten, ihnen Lebenswahrheiten beibringen oder sie zu einem friedlichen Miteinander bewegen, wenn wir all das nur als theoretisches Wissen abgespeichert, aber nicht verinnerlicht haben? Unser Gesellschaftssystem ist so angelegt, dass Wissen scheinbar von außen kommt. Wir müssen Bücher studieren, durch Wiederholungen lernen und erleben dennoch nicht den leichten Fluss des Lebens, den wir innerlich erahnen. Wollen wir Wissen und Erfahrungen an andere Menschen weitergeben, erleben wir häufig, dass sämtliche Inspiration und Motivation nach kurzer Zeit verschwunden ist. Weshalb und was ist notwendig, damit ein Coaching einen bleibenden Eindruck hinterlässt und einem Menschen wirklich einen neuen Lebensweg eröffnet?

Fragen Sie sich selbst – wie fühlt es sich an, wenn Sie etwas weitergeben, was Sie nur gesehen oder gehört haben? Und wie verhält es sich mit Erfahrungen, die Sie selbst erlebten und weitergeben? Vielen Menschen ist dieser Unterschied unbekannt, weil sie nur aus dem Verstand heraus leben. Wer Menschen in einem Life Coaching führen und anleiten will, sollte jedoch tiefer als an der Oberfläche seiner Persönlichkeit leben. Sonst wird er sein Klientel auch nur in diesem Bereich berühren und keine tiefgreifenden Veränderungen hervorbringen können.

Schon gewusst?

Die Spiritualität wird auch immer mehr in der Medizin mit einbezogen. Es gibt sogar in München einen Lehrstuhl für »Spiritual Care« an der Ludwig-Maximilians-Universität. »Spiritualität ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen, genauso wie Nahrung und Sicherheit«, betont Eckhard Frick, ehemaliger Lehrstuhl-Inhaber. Demzufolge sagt er, dass dieses Wissen auch in der Medizin berücksichtig werden muss . Traugott Roser, evangelischer Pfarrer und Deutschlands erster Professor für Spiritual Care, fügte zudem hinzu, dass er aus seiner Erfahrung heraus keinen kennt, der grundsätzlich nicht spirituell veranlagt wäre.

Weshalb braucht es ein Coaching?

Wie gut es uns auch geht, es gibt immer einen Bereich im Leben, in dem mehr möglich ist. Letztlich gibt es kein endgültiges Ziel im Leben. Der Mensch ist sein ganzes Leben in ständiger Veränderung, weil Vollkommenheit kein Ziel, sondern eine unendliche Möglichkeit an Ausdrucksformen ist. Es geht immer um den nächsthöheren Ausdruck unserer Persönlichkeit, egal wo wir gerade stehen.

Was in der Schule durch einen Lehrer geschieht, hat sich in den letzten Jahren auch für den beruflichen und privaten Bereich etabliert. Menschen gehen zu einem Life Coaching / Business Coaching, um etwas zu lernen, mehr über sich zu erfahren und ihre Herausforderungen besser zu meistern. Sie suchen mehr Lebensqualität, Gesundheit und Erfolg. Für ihr Empfinden wollen sie mehr erreichen, in Wahrheit sind sie auf der Suche nach mehr Selbstausdruck. Sie haben eine bestimmte Zeit einen Ausdruck gelebt, über den sie hinauswachsen müssen, wenn eine neue Situation eine andere Handlungsfähigkeit fordert. Dann wird der gegenwärtige Zustand zum Problem, denn er ist nicht länger ausreichend.

Doch was ist eigentlich eine Herausforderung? Lediglich ein Moment der Handlungsunfähigkeit, der den Menschen darauf aufmerksam macht, dass er sich im geistigen Bereich etwas zu eigen machen sollte, was er bisher noch nicht in Anspruch genommen hat. Genau betrachtet gibt es keine Probleme, nur eine Sichtweise, die besagt, dass man nicht weiter weiß.

Wer in diesem Moment auf eine Lösung vertraut, obwohl der Verstand diese noch nicht erfassen kann, lebt und handelt auf spiritueller Ebene. Er verlässt sich nicht auf die gespeicherte und begrenzte Erfahrungswelt, aus der der Verstand seine Lösungen anbietet. Er kommt mit einer tieferen Ebene in Berührung, die die Quelle aller Gedanken und jeder Erfahrung ist, ohne dass sie mit einem Wort ausgedrückt werden kann.

Spiritualität im Life Coaching / Business Coaching

Fehlt einem Business- bzw. Life Coaching die Spiritualität, handelt es sich lediglich um einen Vortrag, der auch in einer Schule gehalten werden könnte. Spiritualität gibt Worten eine Tiefe und berührt den Zuschauer auf einer Ebene außerhalb der fünf Sinne. Menschen, die auf diese Weise sprechen und lehren können, haben tiefgreifende Erfahrungen gemacht und jedes Wort, das von ihnen kommt, ist auf eine besondere Weise berührend.

Spiritualität ist nichts, was sich lernen lässt. Sie schwingt auch nicht mit, weil man sich großer Gesten bedient oder ein wissenschaftliches Thema aufgreift. Was wir als Spiritualität bezeichnen, ist ein freierer Geisteszustand, der entsteht, wenn wir auf unsere Fragen von innen heraus Antworten bekommen. Dazu müssen wir verstehen, dass das Leben nicht von außen nach innen funktioniert, obwohl es so scheint. Wer lange genug versucht, erfolgreich zu werden und trotzdem nichts erreicht, ist bereit, nach den wirklichen Ursachen zu suchen.

Erst hier beginnt eigenständiges Leben, denn vorher sind wir nur in der Lage, der Welt und anderen Menschen die Schuld an unserem Dasein zu geben. Haben wir endlich erkannt, dass wir nie glücklich werden, solange wir die Umstände für unsere Schwierigkeiten verantwortlich machen, tauchen ständig Fragen in unserem Verstand auf, die von der Intuition beantwortet werden. Oder anders gesagt – alles, was sich in Büchern und Lehrmeinungen findet, kam zuerst aus dem unsichtbaren Inneren. Berühren Sie dieses Wissen, sind Sie authentisch.

Wozu ist dieses Wissen wichtig?

Beim wirkungsvollen Business Coaching bzw. Life Coaching, kommt es auf den eigenen mentalen Zustand an, mit welcher Intensität die Botschaft beim Gegenüber ankommt.

Viele Coaches haben einen starken Willen, mit dem sie Menschen begeistern können. Es gibt Redner, die große Emotionalität in ihre Vorträge legen und Menschen mitreißen, aber auch das hat noch nichts mit Spiritualität zu tun.

Senden Sie etwas auf der rationalen Ebene aus, erreicht es den Zuhörer auf der gleichen Ebene. Bringen Sie Emotionalität bei Ihrem Business Coaching zum Ausdruck, fühlen sich die Zuhörer emotional berührt. Auf beiden Ebenen kommen und gehen die Eindrücke wie Wellen auf dem Wasser. Sie sorgen für kurzzeitige Euphorie und Hoffnung. Sie bewirken ein Gefühl, als ob man ein neuer Mensch wäre. Doch am nächsten Morgen sieht die Welt wieder wie gewohnt aus.

Sie müssen sich ebenfalls entwickeln

Als Coach muss also Spiritualität eine Selbstverständlichkeit sein. Ansonsten versucht man nämlich, dem Gegenüber seine eigenen und individuell begrenzten Ansichten aufzudrücken. Das heißt, der Coach beurteilt das Verhalten nach seinen eigenen Maßstäben. Erst wenn er seine eigenen Gedankenmuster hinterfragt hat und auf das merkwürdige Gefühl in manchen Situationen hören kann, das Ihnen sagt, dass einem sagt, entgegen dem logischen Impuls handeln sollten, ist man bereit, auch andere Menschen zu respektieren, wie sie sind. Sie erlauben sich dann, einen anderen Menschen in der Vielfalt seiner Ausdrucksweise anzunehmen, sofern man folglich weiß, dass jeder Mensch bei allem die Wahl hat.

Ein Life Coaching sollte einem Menschen immer aufzeigen, dass er alle Antworten in sich selbst trägt. Wer diese Wahrheit nicht übermittelt, macht andere Menschen von sich abhängig. Jedes Coaching kann mit eigenen Erfahrungen ausgeschmückt werden, die motivieren und zum Nachdenken anregen. All das ist jedoch nicht der ausschlaggebende Punkt. Solange es um das Handeln geht, durch das irgendwelche Erfolge erzielt werden sollen, bleibt alles nur an der Oberfläche und hat keine Tiefe.

Auf welcher Ebene begegnet man dem Gegenüber?

Nehmen wir die guten Vorsätze zu Beginn jeden Jahres. Nach vier Wochen sind diese in Vergessenheit geraten, weil sie mit Neujahr in Verbindung stehen, dass dann vorbei ist. Es braucht einen tiefgreifenderen Aspekt, um eine Veränderung in Gang zu setzen. Gebit man also nur Anleitungen an die Hand, die man umsetzen könnte, wird die Motivation und das Interesse dafür ebenfalls nach wenigen Tagen vergangen sein.

Gruppencoachings entwickeln eine energetische Dynamik, von der jeder Teilnehmer profitiert. Ist das Treffen vorbei, lebt jeder wieder in seiner eigenen Welt und spürt den Verlust der positiven Energie. Hier kann ein Coach nur helfen, wenn diese Zusammenhänge bewusst sind. Das heißt, man muss den Menschen so lange ein höheres Energiefeld bieten, bis sich eine neue Gewohnheit herausgebildet hat. Deshalb gibt es beim Psychotherapeuten auch mehrere (zeitnahe) Termine. Nur auf diese Weise verliert der Betreffende die gewünschte Veränderung nicht aus den Augen.

Alles annehmen können

Das Life Coaching wird umso erfolgreicher sein, je mehr die Menschen bereit sind, sich selbst hinterfragen. Ein tiefgründiger Coach muss dabei einen Schritt voraus sein. Speziell in der Einzelarbeit sollte man in der Lage sein zu erkennen, wo der Gegenüber gerade steht und welche Worte er oder sie braucht, um auf dem eigenen Weg den nächsten Schritt zu gehen. Im therapeutischen Bereich versuchen wir häufig, eine intellektuelle Lösung anzubieten, doch das funktioniert nicht. Veränderung beruht auf eigener Erkenntnis und nicht darauf, dass der Coach die Lösung präsentiert.

Man muss also sein Denken und die daraus resultierenden Handlungen jeden Tag hinterfragen. Aufgrund der verschiedenen Thematiken, die Ihre Coaching-Teilnehmer mitbringen, werden alle an ihre Grenzen stoßen, was gleichbedeutend mit der Möglichkeit ist, über sich hinauszuwachsen. Kurzum, ohne Empathie und Spiritualität im Coaching geht es jedoch nicht.

Tiefgründiges Life Coaching / Business Coaching

Wer in einen Workshop oder ein Coaching kommt, möchte an die Hand genommen werden. Die Frage, was er oder sie jetzt tun sollen, steht immer im Raum. Ein Austausch findet statt, bis der Klient von selbst auf die Lösung kommt. Gibt man ihm stattdessen nur eine Anleitung abzuarbeitender Aufgaben, sind diese auch bald vergessen. Denn sie sind nicht „körpereigen“ und werden wieder abgestoßen. Nur die eigene Stimme ist diejenige, auf die der Betreffende hören wird. Wir Coaches sind die Person, die den Kontakt zwischen dem Klienten und seiner eigenen Stimme wiederherstellt. Und das geht meiner Meinung nur, wenn wir alle der Spiritualität den nötigen Raum geben.

Mein persönliche Fazit:

Als Coach muss man die inneren Prozesse selbst erlebt haben, sonst kann man andere Menschen nicht tiefgreifend begleiten. Motivation, Stärke, Respekt, Achtsamkeit und Erfolg können niemandem gegeben werden. Als Coach hat man die Verantwortung, dem Klienten die Begegnung mit diesen Werten möglich zu machen. Wir lenken den Prozess, der Klient geht seinen Weg in seinem Tempo.

 

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